Pressemeldung August 2020: Woche für gute Künstliche Intelligenz #4GoodAI

Einladung zur virtuellen Woche für gute Künstliche Intelligenz #4GoodAI

Virtuelle Woche für gute künstliche Intelligenz – 4GoodAI

Im Rahmen der EU Code Week 2020 bietet die Fakultät für Informatik der TU Wien eine Reihe von kostenlosen virtuellen Aktivitäten an, die in der Woche unter dem Thema 4GoodAI, von 12.10. bis 16.10.2020, ihren Höhepunkt finden. Der Zauber dieser Woche liegt darin, dass jeder, unabhängig von Alter und Wohnort, eine Einführung in die Themen Digitalisierung, sowie Computerprogrammierung, erhalten kann.

Die Aktivitäten richten sich nicht nur an Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 17 Jahren, oder an Lehrerinnen und Lehrer, sowie an alle, die daran interessiert sind, mehr über die digitale Technologie, ihre gesellschaftlichen Auswirkungen und wie sie mitgestaltet werden kann, zu erfahren.

Künstliche Intelligenz: zwischen Konferenzräume und Klassenräume

Diskussionen über neuartige Software, Roboter, die Menschen in allen wirtschaftlichen Bereichen ersetzen können, selbstfahrende Autos, die falsche Entscheidungen treffen oder die Singularität, eine „Superintelligenz“, die unsere Existenz bald bedrohen wird, finden in den Medien, im privaten Kreis aber auch in Schulen statt. Die Webinare und Erklärvideos der Woche 4GoodAI werden in verschiedensten Formaten sowohl in Echtzeit, als auch voraufgezeichnet, zur Verfügung gestellt. Die Vortragenden diskutieren nicht die Fiktion – sie präsentieren harte Fakten über die künstliche Intelligenz, die es bereits gibt und die nicht verschwinden wird.

Eröffnet wird die Woche mit einem Live-Vortrag von Prof. Stefan Szeider (TU Wien) über künstliche Intelligenz und wie wir ihre Beziehung zu maschinellem Lernen und tiefem Lernen verstehen können und was einige der Anwendungen dieser Technologie in der realen Welt sind. Oft wird „künstliche Intelligenz (KI)” dabei als Computerprogramm gesehen, das ohne menschliche Kontrolle handeln kann und sich letztlich gegen ihre SchöpferInnen wenden wird. Der Forschungsleiter des paneuropäischen Projekts AI4EU in Österreich, Peter Schüller (TU Wien), hat für die Reihe How2Hack einige vorab aufgezeichnete Erklärungsvideos vorbereitet, die spielerisch solche Ängste – mit der Hilfe der Fakten des Forschungsstandes – beantworten.

Chatbots für die Gesundheit von Umwelt und Menschen

Um der Flut an Falschmeldungen, die durch die von digitaler Technologie erleichterter Kommunikation gelenkt wird, entgegenzuwirken, beleuchtet die Woche 4GoodAI wie KI gegen gefälschte Nachrichten vorgehen kann.  „Das Potenzial von KI ist sichtbar. Wir müssen jedoch lernen die Qualität der von der Technologie gelieferten Informationen zu erkennen. Wenn man über Chatbots nachdenkt, muss man über das Wissen – die Daten dahinter – nachdenken”, sagt Prof.in Agata Ciabattoni, Leiterin des Vienna Center for Logic and Algorithms an der TU Wien, der Veranstalter des Hackathon 4GoodAI.

Das Live-Webinar des Entwicklers des WienBot, Sindre Wimberger (Stadt Wien), beleuchtet, wie durch den Einsatz künstlicher Intelligenz und verifizierter Datenquellen Chatbots nicht nur als intelligente Assistenten in den Unternehmen eingesetzt werden können, auch dass sie ein wichtiges Werkzeug sind, um über fast alles verlässlich und aktuell zu informieren. Auch über das Thema Gesundheit.

Der Hackathon 4GoodAI zum Thema Gesundheit ist für alle SchülerInnen zwischen der 5. und 11. Schulstufe offen. Die TeilnehmerInnen benötigen keine Vorkenntnisse im Programmieren, um an diesem Hackathon teilzunehmen. Die Frist für die Einreichung von Lösungen der Programmieraufgabe ist der 25. November 2020. Die besten Teams werden mit Geldpreisen aus dem mit 4000 EUR dotierten Fonds ausgezeichnet.

Die Woche 4GoodAI bietet allen Personen unabhängig vom Alter, die Möglichkeit, an einem kostenlosen Webinar zur Einführung in die Programmiersprache Scratch teilzunehmen. Alle veröffentlichten Materialien, genauso wie die Live-Sessions, sind in Zusammenarbeit mit dem EduLab entstanden, dem Institut für Didaktik der Informatik an der TU Wien, geleitet durch Prof. Gerald Futschek.

Virtuelle Unterstützung durch Experten

Ein besonderes Segment der Woche 4GoodAI sind die Erklärungsvideos, in denen ExpertInnen einen 2-minütigen Überblick über einige der Themen geben, die für die TeilnehmerInnen des Hackathon 4GoodAI relevant sind. Dort finden Sie Videos mit Titeln wie: Weniger kiffen mit Hilfe künstlicher Intelligenz und CANreduce.at (Doris Malischnig, Institut für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien), Psychische Gesundheit und digitale Medien (Barbara Buchegger, Saferinternet.at), Wie man in einem Team arbeitet (Marion Vogt, Female-founders), Was ist gute KI und Prinzipien der Ethischen KI (Christian Voigt – ZSI – Zentrum für Soziale Innovation) und viele mehr. Die vollständige Zusammenstellung der Videos der Reihe #How2Hack wird am 10.10. zu Beginn der EU Code Week veröffentlicht.

Chancengleichheit in der IT

Die Woche 4GoodAI vergisst die geschlechtsspezifischen Perspektiven der digitalen Technologie nicht. Ein virtuelles „SpeedMentoring“ mit weiblichen Role Models aus Forschung, Verwaltung, und Wirtschaft soll die Stereotypen über Frauen in Informatik und IT abbauen und als Karriereberatung sowohl für Schülerinnen als auch für Schüler dienen. Insbesondere lernen die Mentees wie IT mit ihren Interessen (z.B. Sprachen, Biologie, Gesundheit oder Rechtswissenschaften) kombiniert werden kann und wie die fortschreitende Digitalisierung neue Berufsprofile und Karriereperspektiven in Bereichen eröffnet, die traditionell nicht mit IT in Verbindung gebracht werden „Die nächste Generation wird sich auf Stellen bewerben, die es vor dem Studienbeginn so noch gar nicht gab.,“ illustriert Asst.Prof.in Martina Lindorfer, TU Wien, und Preisträgerin des Hedy-Lamarr-Preises der Stadt Wien.

Die Kooperationpartner der Woche 4GoodAI sind Vienna CyberSecurity and Privacy Research Center, Digital City Wien, Lumos – Student Data Consulting und Verein FIT Sprungbrett. Die Woche 4GoodAI findet im Rahmen des Projektes ADA (Algorithmen Denken Anders) in Kooperation mit Informatik Austria, der OCG, eEducation Austria, den EIS Education Studios des BMB und Future Learning Lab statt. Das Projekt ADA ist gefördert durch das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK).

Zum Programm (kostenlose Anmeldung bis 5. Oktober 2020)

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