TAGEBUCH DER INFORMATIKERIN

Tagebuch der Informatikerin ist ein Workshop, der Mädchen zwischen 13 und 16 Jahren für Technik und Informatik begeistert. Informatikerinnen besuchen Schulen und halten den Workshop (Dauer 45 Minuten) vor Ort.

  • Zielgruppe: Mittelschule, für SchülerInnen, für LehrerInnen, speziell für Mädchen
  • Level: Anfänger, Fortgeschritten
  • Ort: Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Salzburg, Tirol
  • Kosten: kostenlos

Die Pilotphase der Workshopreihe 2020 begann Ende Januar 2020 in Wien und schloss am 14. Februar mit einem Workshop an einer Schule in Graz ab. Fast 300 Mädchen nahmen an den Workshops in Graz, Krems, Linz, Salzburg und Wien teil, die vom Projekt ADA – Algorithmen Denken Anders koordiniert wurden. Mehr hier

Das „Tagebuch der Informatikerin“ findet in Zusammenarbeit mit Informatik Austria, der OCG, e- Education Austria und EIS Education Innovation Studios des BMB, und den Future Learning Labs statt.

Die Workshops werden von der TU Wien in Abstimmung mit den Netzwerkbotschaftern der TU Graz, der JKU Linz, der Universität Klagenfurt und der Universität Salzburg organisiert.

Es ist eine Aktivität im Rahmen des Projekts ADA – Algorithmen Denken Anders, geleitet durch das Vienna Center for Logic and Algorithms der TU Wien und gefördert durch die Wirtschaftsagentur Wien und dem BMK (Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie).

Frauen sind in der Informatik und vor allem in der Informatikforschung nicht stark vertreten. In Österreich liegt der Frauenanteil im Informatikstudium bei rund 15%, was unter dem europäischen Durchschnitt von 17% liegt.

MINT in Österreich: Mädchen für Technik und Informatik begeistern?

ANMELDUNG FÜR LEHRERINNEN

Aufgrund des immensen Interesses an den Workshops planen die Organisatoren jedoch bereits die nächste Workshop-Runde für Dezember 2020 und Januar/Februar 2021. Klicken Sie auf Anmeldung und Sie werden zu unserem Anmeldeformular weitergeleitet.

Warum würden Sie gern eine Informatikerin an Ihre Schule oder in Ihre Klasse einladen?

Bildungssysteme und Schulen spielen eine zentrale Rolle bei der Bestimmung des Interesses von Mädchen an MINT-Fächern und bei der Gewährleistung gleicher Zugangs- und Nutzungsmöglichkeiten zu einer qualitativ hochwertigen MINT-Bildung. Die Verzerrung der Selbstauswahl, wenn Mädchen und Frauen sich gegen ein MINT-Studium oder eine -Karriere entschieden haben, scheint eine Schlüsselrolle zu spielen, da Mädchen die MINT-Berufe oft nicht als mit ihrem Geschlecht vereinbar ansehen. Auch wenn Mädchen diese Stereotypen selbst nicht unterstützen, kann das Wissen, dass Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung solche Überzeugungen haben, das Vertrauen der Mädchen und damit ihre Leistung und Absicht, MINT-Karrieren zu verfolgen, untergraben. Darüber hinaus werden das Selbstvertrauen, die Motivation und das Zugehörigkeitsgefühl der Mädchen durch das „Peer-Klima“ beeinflusst.

Mädchen brauchen Unterstützung, um positive mathematische und naturwissenschaftliche Identitäten, den Glauben an ihre Fähigkeiten und ein Gefühl der Zugehörigkeit in MINT-Studien und -Karrieren zu entwickeln. Dies kann geschehen, indem Mädchen stärker mit MINT-Erfahrungen vertraut gemacht werden oder Verbindungen zu Vorbildern hergestellt werden. Möglichkeiten für praktische Erfahrungen mit MINT, einschließlich praktischer Übungen, Praktika, Berufsberatung und Mentoring, können das Verständnis der Mädchen für MINT-Studien und Berufe erweitern und das Interesse aufrecht erhalten.

Die Rollenmodellierung ist Teil einer abgerundeten Strategie zur Gleichstellung der Rahmenbedingungen. Siehe unten.

Einige der Hindernisse für Mädchen, sich für einen Einstieg in das Feld zu entschieden sind einerseits fehlende weibliche Vorbilder bzw. wenig bis keine praktische Erfahrung mit Informatik, andererseits eine negative Wahrnehmung der alltäglichen Realität, eine Frau in der Wissenschaft zu sein.

Die Rollenmodellierung ist Teil einer abgerundeten Strategie zur Gleichstellung der Rahmenbedingungen. Die Präsenz weiblicher Vorbilder bei MINT-Themen kann negative Stereotypen über geschlechterbezogene Fähigkeiten mildern und Mädchen ein authentisches Verständnis der MINT-Betreuung bieten. Im Kern dreht sich bei einer guten Vorbildfunktion alles um Vertrauen. Es geht darum, Frauen in die Lage zu versetzen, mutige Gespräche zu führen, vor allem über die besonderen Herausforderungen, denen sie sich in der Technik stellen müssen, und über die Hindernisse zu ihrem Erfolg zu sprechen. Aus diesem Grund ist die Aktivität Tagebuch der Informatikerin nur für Mädchen im Alter von 13 bis 15/16 Jahren offen.

Ada Lovelace

Das Projekt ADA spricht dieses Problem bereits durch seinen Namen an, denn hinter diesem steckt die Geschichte des berühmtesten weiblichen Vorbilds für Frauen in der Informatik – Ada Lovelace.

c) David Bohmann

Die Materialsammlung CS Unplugged auf ADA.WIEN bietet genau die notwendige Hands-on-Erfahrung, die Mädchen benötigen, um sich für das Feld zu interessieren, das eng mit stereotypischen männlichen Feldern wie Technik oder Programmierung verbunden ist.

 

Mädchen verlieren das Interesse an MINT-Fächern zwischen dem 11. und 15. Lebensjahr.

(UNESCO 2017: Cracking the code: girls' and women's education in science, technology, engineering and mathematics (STEM))

Workshop-Format

OPTION 1: Der Workshop kann im Rahmen einer Schulstunde durchgeführt werden. In diesem Fall müssen die Jungs von den Mädchen getrennt werden und wir können ihnen Origami-Papiere zur Verfügung stellen, damit sie an Origami arbeiten und so Algorithmen kennenlernen können.

OPTION 2: Zwei oder mehr LehrerInnen können gemeinsam eine Stunde einplanen, in der der Workshop stattfindet.

OPTION 3: Alle Mädchen an den Schulen der Altersgruppe sind eingeladen an dem Workshop teilzunehmen. Sie verlassen die reguläre Schulstunde.

In Ihrer Schule

Im Dezember 2020 und Januar/ Februar 2021. In den Wochen vor dem Ferienbeginn

Wie man Zweifeln von Frauen in der IT den Stecker zieht

Der Artikel in Der Standard enthält einen Bericht über die Aktivität „Tagebuch der Informatikerin” und stellt das Hauptziel des Projekts ADA vor, das sich an Schülerinnen und Schüler unabhängig vom Geschlecht richtet: Informatikunterricht ohne Einsatz eines Computers.

ANMELDUNG FÜR LEHRERINNEN

Aufgrund des immensen Interesses an den Workshops planen die Organisatoren jedoch bereits die nächste Workshop-Runde für Dezember 2020 und Januar/Februar 2021. Klicken Sie auf Anmeldung und Sie werden zu unserem Anmeldeformular weitergeleitet.