Tagebuch der Informatikerin

Die Aktivität Tagesbuch der Informatikerin

“Tagesbuch der Informatikerin” geht auf einen Mangel ein – es soll das gängige Bild, dass Informatik eine Männerdomäne sei, entzerren und Mädchen die Möglichkeit geben, weibliche Vorbilder persönlich kennenzulernen. Die Schülerinnen werden die Möglichkeit bekommen, erfolgreiche Informatikerinnen zu begegnen und erfolgreiche Informatikerinnen zu erleben.

Die Diskussionen werden in den Wochen vor dem Feiertagen in Janura oder Februar stattfinden.

Die Aktivität Tagesbuch der Informatikerin

Bildungssysteme und Schulen spielen eine zentrale Rolle bei der Bestimmung des Interesses von Mädchen an MINT-Fächern und bei der Gewährleistung gleicher Zugangs- und Nutzungsmöglichkeiten zu einer qualitativ hochwertigen MINT-Bildung. Die Verzerrung der Selbstauswahl, wenn Mädchen und Frauen sich gegen ein MINT-Studium oder eine -Karriere entschieden haben, scheint eine Schlüsselrolle zu spielen, da Mädchen die MINT-Berufe oft nicht als mit ihrem Geschlecht vereinbar ansehen. Auch wenn Mädchen diese Stereotypen selbst nicht unterstützen, kann das Wissen, dass Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung solche Überzeugungen haben, das Vertrauen der Mädchen und damit ihre Leistung und Absicht, MINT-Karrieren zu verfolgen, untergraben. Darüber hinaus werden das Selbstvertrauen, die Motivation und das Zugehörigkeitsgefühl der Mädchen durch das „Peer-Klima“ beeinflusst.

Mädchen brauchen Unterstützung, um positive mathematische und naturwissenschaftliche Identitäten, den Glauben an ihre Fähigkeiten und ein Gefühl der Zugehörigkeit in MINT-Studien und -Karrieren zu entwickeln. Dies kann geschehen, indem Mädchen stärker mit MINT-Erfahrungen vertraut gemacht werden oder Verbindungen zu Vorbildern hergestellt werden. Möglichkeiten für praktische Erfahrungen mit MINT, einschließlich praktischer Übungen, Praktika, Berufsberatung und Mentoring, können das Verständnis der Mädchen für MINT-Studien und Berufe erweitern und das Interesse aufrecht erhalten.

Die Rollenmodellierung ist Teil einer abgerundeten Strategie zur Gleichstellung der Rahmenbedingungen. Sieh unten.

Rollenmodelle

Einige der Hindernisse für Mädchen, sich für einen Einstieg in das Feld zu entschieden sind einerseits fehlende weibliche Vorbilder bzw. wenig bis keine praktische Erfahrung mit Informatik, andererseits eine negative Wahrnehmung der alltäglichen Realität, eine Frau in der Wissenschaft zu sein.

Die Rollenmodellierung ist Teil einer abgerundeten Strategie zur Gleichstellung der Rahmenbedingungen. Die Präsenz weiblicher Vorbilder bei MINT-Themen kann negative Stereotypen über sexuelle Fähigkeiten mildern und Mädchen ein authentisches Verständnis der MINT-Betreuung bieten. Im Kern dreht sich bei einer guten Vorbildfunktion alles um Vertrauen. Es geht darum, Frauen in die Lage zu versetzen, mutige Gespräche zu führen, vor allem über die besonderen Herausforderungen, denen sie sich in der Technik stellen müssen, und über die Hindernisse für ihren Erfolg zu sprechen. Aus diesem Grund ist die Aktivität Tagebuch der Informatikerin nur für Mädchen im Alter von 13 bis 15/16 Jahren offen.

Ada Lovelace

Das Projekt ADA spricht dieses Problem bereits durch seinen Namen an, denn hinter diesem steckt die Geschichte des berühmtesten weiblichen Vorbilds für Frauen in der Informatik – Ada Lovelace.

Hands-on-Erfahrung

Die Materialsammlung CS Unplugged auf ADA.WIEN bietet genau die notwendige Hands-on-Erfahrung, die Mädchen benötigen, um sich für das Feld zu interessieren, das eng mit stereotypischer männlichen Feldern wie Technik oder Programmierung verbunden ist.

Frauen sind in der Informatik und vor allem in der Informatikforschung nicht stark vertreten. In Österreich liegt der Frauenanteil im Informatikstudium bei rund 15%, was unter dem europäischen Durchschnitt von 17% liegt.

Möchten Sie eine Informatikerin an Ihrer Schule oder in Ihrer Klasse einladen?

Schicken Sie uns eine E-Mail an ada @ tuwien.ac.at

Wo?

In Schulen in Graz, Linz, Krems, Klagenfurt, Innsbruck, Salzburg, Wien

Wann?

In Januar und Februar 2020

FORMAT DER WORKSHOP

OPTION 1: Der Workshop kann im Rahmen einer Schulstunde durchgeführt werden. In diesem Fall müssen die Jungs von den Mädchen getrennt werden und wir können ihnen Origami-Papiere zur Verfügung stellen, damit sie an Origami arbeiten und so Algorithmen kennenlernen können.

OPTION 2: Zwei oder mehr LehrerInnen können gemeinsam eine Stunde einplanen, in der der Workshop stattfindet.

OPTION 3: Alle Mädchen an den Schulen der Altersgruppe sind eingeladen, an dem Workshop teilzunehmen. Sie verlassen die reguläre Schulstunde.